Schlagzeilen arrow Modellbau arrow Allgemeine Gestaltung arrow Flughafenbeleuchtung im Selbstbau
Click on the slide!

Convair CV 440 "Metropolitan" der Lufthansa

Durch die Übernahme der Condor Luftreederei im Jahr 1961 kam die Lufthansa zu ihren beiden einzigen "echten" "Metropolitans" mit verlängerter...

Click on the slide!

Sicherheitszaun im schnellen Eigenbau

Ein Sicherheitszaun rund um den Flughafen ist nicht nur beim grossen Vorbild ein Muß, sondern auch im Flughafen-Dioramenbau. Drahtgewebe aus rostfreiem Edelstahl…

Click on the slide!

Antonov An-225 "Mrija" Antonov Design Bureau

1988 hob mit der An-225 "Mrija" das erste und bis heute einzige Exemplar des bislang grössten Flugzeugs der Welt in Kiew ab.…

Click on the slide!

SoraSixCase Teil 1 - Bau der Präsentationsvitrine

Es ist nicht die erste Vitrine aus dem sora-Programm, die ich baue und ausführlich vorstelle. Doch die Vitrine im heutigen Baubeitrag fällt…


Flughafenbeleuchtung im Selbstbau Drucken
Der Selbstbau einer funktionalen und optisch ansprechenden Flughafenbeleuchtung ist gar nicht schwer. Im Grunde genommen wird eine kleine Rechteck-LED auf zwei Messingrohre gelötet, umgebogen und mit einem kleinen Leuchtenschirm versehen. Diese Konstruktion wird anschliessend in zwei Messingbuchsen in die Grundplatte eines Modellflughafens oder eines Dioramas gesteckt. Dann werden noch 12 V Gleichspannung angelegt und fertig ist die Flughafenbeleuchtung. Der Selbstbau dürfte sogar für den in Basteldingen eher ungeübten Modellflugzeugfreund kein Problem darstellen.

Bau der Flughafenbeleuchtung

Die beiden Leuchtenmasten bestehen aus einem Messingrohr mit einem Durchmesser von 1,0 mm. Dieses Messingrohr wird mit einer Modellkreissäge oder einer Handsäge auf eine Länge von 50 mm zugeschnitten. Das Maß ergibt sich aus einer sichtbaren Masthöhe von 40 mm und einer Grundplattenstärke von 10 mm. Wichtig ist, dass alle zugeschnittenen Messingrohre exakt die gleiche Länge aufweisen.

Im ersten Arbeitsschritt werden die Messingrohre für die Leuchten zugesägt.
Im ersten Arbeitsschritt werden die Messingrohre für die Leuchten zugesägt.
Danach werden die beiden Messingbuchsen für die Grundplatte zugeschnitten.
Danach werden die beiden Messingbuchsen für die Grundplatte zugeschnitten.
Beim Sägen mit der Modellkreissäge muss unbedingt ein Augenschutz getragen werden.
Beim Sägen mit der Modellkreissäge muss unbedingt ein Augenschutz getragen werden.

Im nächsten Arbeitsschritt werden die beiden Anschlussbeine der Rechteck-LED auf etwa 10 mm gekürzt. Das längere Anschlussbein (Anode) sollte nach dem Kürzen noch ein Stück länger, als das andere Anschlussbein (Kathode) sein.

So sehen die beiden 50 mm langen Messingrohre für die Leuchte aus.
So sehen die beiden 50 mm langen Messingrohre für die Leuchte aus.
Die Enden des Messingrohrs werden mit der Diamantfeile entgratet.
Die Enden des Messingrohrs werden mit der Diamantfeile entgratet.
Mit einem 0,5 mm Handbohrer werden die Löcher aufgebohrt.
Mit einem 0,5 mm Handbohrer werden die Löcher aufgebohrt.

Nach dem Zuschneiden bekommt jedes Messingrohr an einer Seite einen kleinen Lötpunkt. Dann fixiert man ein Messingrohr mit einer Klemmpinzette, erwärmt das Messingrohr unterhalb des Lötpunktes und steckt das längere Anschlussbein der Rechteck-LED komplett in das Messingrohr. Man sollte darauf achten, das Messingrohr mit dem Lötkolben nur kurz zu erwärmen, damit das Lötzinn nicht komplett hineinfliesst. Dieses Messingrohr markiert man am unteren Ende mit einem kleinen Farbpunkt, damit sich die Anode später zuordnen lässt. Nach Abkühlen der Lötstelle wird das zweite Anschlussbein der Rechteck-LED in das andere Messingrohr gesteckt und mit dem Lötkolben fixiert.

Die Anschlussbeine der Rechteck-LED werden entsprechend gekürzt.
Die Anschlussbeine der Rechteck-LED werden entsprechend gekürzt.
Das erste Anschlussbein wird ins Messingrohr gesteckt und verlötet.
Das erste Anschlussbein wird ins Messingrohr gesteckt und verlötet.
Die Recheck-LED schaut knapp 1 mm aus dem Messingrohr hinaus.
Die Recheck-LED schaut knapp 1 mm aus dem Messingrohr hinaus.

Anschliessend nimmt man beide Messingrohre zwischen die Finger, wobei das Messingrohr mit der Farbmarkierung (Anode) links liegt und biegt die Rechteck-LED vorsichtig um etwa 60 Grad nach vorne.

Der Leuchtenschirm wird aus Karton und Alufolie erstellt. Dazu klebt man die Alufolie mit Uhu Kraft auf den Karton. Nach dem Trocknen wird ein 10 x 10 mm grosses Kartonstück mit einem scharfen Bastelmesser und einem Lineal zugeschnitten. Die beiden Aussenseiten werden auf 3 mm leicht eingeritzt und nach innen gebogen, so dass ein Leuchtenschirm entsteht. Dieser Leuchtenschirm wird anschließend mit einem kleinen Tropfen Uhu Kraft oben auf die Recheck-LED geklebt.

Nach dem Verlöten wird die Rechteck-LED etwa 60 Grad nach vorne gebogen.
Nach dem Verlöten wird die Rechteck-LED etwa 60 Grad nach vorne gebogen.
Aus Karton und Alufolie entsteht der Leuchtenschirm.
Aus Karton und Alufolie entsteht der Leuchtenschirm.
Der Leuchtenschirm wird auf 10 x 10 mm zugeschnitten.
Der Leuchtenschirm wird auf 10 x 10 mm zugeschnitten.

Nun ist die neue Flughafenleuchte fast fertig. Es fehlt noch der Farbanstrich. Für unsere Leuchten haben wir steingraue Acrylfarbe von Revell verwendet. Die beiden Messingrohre, die Anschlussbeine der Rechteck-LED und der Leuchtenschirm werden mit einem Pinsel der Stärke 0 farblich behandelt. Nur die unteren 5 mm der beiden Messingrohre bleiben farbfrei. Nach dem Trocknen der Farbe ist die Flughafenleuchte fertig und bereit für den Einbau.

Wenn beide Aussenseiten gebogen sind, wird der Leuchtenschirm aufgeklebt.
Wenn beide Aussenseiten gebogen sind, wird der Leuchtenschirm aufgeklebt.
Hier ist die Leuchte schon auf den Leuchtenschirm aufgeklebt.
Hier ist die Leuchte schon auf den Leuchtenschirm aufgeklebt.
Die Farbgebung erfolgt mit steingrauer Revell-Farbe und einem Pinsel.
Die Farbgebung erfolgt mit steingrauer Revell-Farbe und einem Pinsel.

Einbau in die Grundplatte

Für die Aufnahme der Leuchten auf einem Modellflughafen oder einem Diorama müssen zunächst zwei Löcher mit einem Bohrer der Stärke 1,5 mm gebohrt werden. Der Abstand der beiden Löcher beträgt genau 3 mm (Mitte zu Mitte). Es empfiehlt sich, die Löcher anzuzeichnen und mit einem spitzen Nagel anzukörnen. Das erleichtert ein sauberes Bohren.

Sind die beiden Löcher gebohrt, werden die Messingbuchsen für die Leuchtenaufnahme zugeschnitten. Dazu verwendet man das Messingrohr mit einem Durchmesser von 1,5 mm und schneidet es 5 mm länger zu, als die Stärke der Grundplatte. Die Enden der beiden Messingbuchsen werden mit einer Flachzange eingedrückt. Das sorgt später für einen sicheren Halt der eingesteckten Leuchten.

Nun werden die beiden Messingbuchsen in die Bohrlöcher gesteckt und vorsichtig eingeschlagen. Auf keinen Fall dürfen die Bohrlöcher weiter aufgebohrt werden, dass die Buchsen leicht hineingesteckt werden können - sie müssen regelrecht eingeklemmt werden. Nur so sitzen sie bombenfest.

Die 1,5 mm Messingbuchse dient als Aufnahme für die Flughafenleuchte.
Die 1,5 mm Messingbuchse dient als Aufnahme für die Flughafenleuchte.
In die Grundplatte wird ein 1,5 mm Loch für die Messingbuchse gebohrt.
In die Grundplatte wird ein 1,5 mm Loch für die Messingbuchse gebohrt.
Die zugeschnittene Messingbuchse wird in das Loch gesteckt und eingeschlagen.
Die zugeschnittene Messingbuchse wird in das Loch gesteckt und eingeschlagen.

Anschliessend können die beiden Stromzuführungen angelötet werden. Das rote Kabel wird dort an die Messingbuchse angelötet, wo bei der LED der Leuchte die Anode liegt (bei nach vorne zeigendem Schirm ist es das linke Messingrohr). Zusätzlich lötet man an das rote Kabel den 475 Ohm Vorwiderstand an. Das braune Kabel wird an die linke Messingbuchse gelötet.

Die Stromkabel werden direkt an die Messingbuchsen angelötet.
Die Stromkabel werden direkt an die Messingbuchsen angelötet.
Der Vorwiderstand wird in die Zuleitung zur Anode der Rechteck-LED gelötet.
Der Vorwiderstand wird in die Zuleitung zur Anode der Rechteck-LED gelötet.
Mt einem 1,0 mm Bohrer werden die Messingbuchsen gesäubert.
Mt einem 1,0 mm Bohrer werden die Messingbuchsen gesäubert.

Dann können die Kabelenden an einen Trafo oder ein Steckernetzteil mit 12 V angeschlossen und dann die beiden Messingrohre der Leuchte in die Buchsen eingesteckt werden. Wenn alles richtig gebaut und verkabelt ist, sollte die Leuchte nun mit einem schönen Weisston aufleuchten.

Die neue Flughafenleuchte wird in die beiden Messingbuchsen eingesteckt.
Die neue Flughafenleuchte wird in die beiden Messingbuchsen eingesteckt.
So sehen zwei neue Flughafenleuchten aus (links der Prototyp).
So sehen zwei neue Flughafenleuchten aus (links der Prototyp).
Im Dunkeln entwickelt die neue Flughafenleuchte eine gute Leuchtkraft.
Im Dunkeln entwickelt die neue Flughafenleuchte eine gute Leuchtkraft.

Dieser Beitrag ist einem 12-jährigen Jungen aus Mecklenburg-Vorpommern gewidmet, der am 11. Janaur 2010 bei einem tragischen Unfall ums Leben kam.

Werkzeug/Material

Werkzeug

- Lötstation mit Lötkolben (maximal 100 W)
- Modellkreissäge oder Metallsäge
- Bohrer 1,5 mm (Handbohrer)
- Bohrer 1,0 mm (Handbohrer)
- Bohrer 0,5 mm (Handbohrer)
- Diamantfeile
- Klemmpinzette
- scharfes Bastelmesser
- Lineal oder Geodreieck
- Pinsel Stärke 0

Material

- Messingrohr mit 1,5 mm Aussen- und 1,1 mm Innendurchmesser
- Messingrohr mit 1,0 mm Aussen- und 0,5 mm oder 0,6 mm Innendurchmesser
- Widerstand 475 Ohm (z.B. Völkner W74640, Metallschichtwiderstand 0,6 W)
- Rechteck-LED 4 x 2 mm (z.B. Völkner Q31939)
- Lötzinn
- Uhu Kraft lösungsmittelfrei
- Revell Acrylfarbe steingrau (36175)
- Karton
- Alufolie
- Steckernetzteil (z.B. Völkner S99885, Voltcraft 12V 400mA)

Zeitaufwand

- etwa 25 Minuten pro Leuchte
 
Modellneuheiten