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Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd Drucken
Von 1980 bis 1990 hatte AeroLloyd diese SE-210 "Super Caravelle 10R" unter der Kennung D-ABAK im Einsatz. Gebaut wurde es 1968 für die spanische Aviaco. In limitierter Auflage von 1.000 Exemplaren erscheint es jetzt in der Wings Collection.

Modell

Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.

Am dünnen langgestreckten Flugzeugrumpf der Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd, der auf der Oberseite weiss lackiert und auf der Unterseite in einem mattchromen Farbton gehalten ist, trennt eine rot-gelb-orange Dreifachlinie die beiden Hälften. Diese Streifen beginnen noch vor der vorderen Einstiegstüre und ziehen sich zu beiden Seiten des Rumpfes nach hinten und enden erst ganz hinten am Heck. Weiter geht die Farbgebung an der schwarzen Flugzeugnase und über die dunkelgrauen Cockpitfenster mit feinen Fensterstreben, die in der weissen Grundlackierung ausgeführt sind. Kaum zu erkennen sind die beiden schwarzen Scheibenwischernachbildungen an den Cockpitfenstern.

Die ebenfalls dunkelgrauen Seitenfenster für die Passagiere, die keine Fensterrahmen aufweisen, sind unten abgerundet und laufen nach oben fast tropfenförmig zusammen. Über den Tragflächen liegen die beiden Notausstiegstüren, die man mit roten Linien angedeutet hat. Die vorderen Einstiegstüren sind mit feinen roten Linien nachgebildet und besitzen winzige Bullaugen. Unter den Fensterreihen liegt der Schriftzug "AERO LLOYD" in dunkelblauen Buchstaben. Die Registration "D-ABAK" ist beidseitig über den hinteren Seitenfenstern aufgedruckt. Zwischen den Cockpitfenstern und der vorderen Einstiegstüre fand auch das einfach gestaltete Logo der Aero Lloyd Berücksichtigung.

Ab Flugzeugmitte zieht sich ein kleiner silberner Höcker sanft nach hinten und findet dann im Leitwerk seine Fortsetzung. Das Seitenleitwerk ist aus weiss durchgefärbtem Kunststoff gefertigt. Bedruckt ist es auf beiden Seiten mit einem gelb-roten Schrägstreifen und dem dunkelblauen Schriftzug "AERO LLOYD" und der deutschen Flagge. Ganz oben auf dem Seitenleitwerk ist ein winziges rotes Positionslicht zu sehen. Zu beiden Seiten sind die ebenfalls aus Kunststoff gefertigen Höhenleitwerke eingesteckt. Diese sind weiss durchgefärbt und an den Vorderkanten mit einem silberfarbenen Streifen versehen.

Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.

Im Heckbereich sind die beiden langgestreckten Strahltriebwerke aus weiss durchgefärbtem Kunststoff beidseitig am Flugzeugrumpf eingesteckt. Die feinen Ringe an den Einlassöffnungen sind silbern ausgeführt, die profilierten Auslässe sind ebenfalls in diesem Farbton lackiert. Im Inneren der Triebwerke kann man die dunkelgrauen Turbinenschaufeln gerade noch erkennen. Die Triebwerksverkleidungen sind aussen mit einer rot-gelb-orange Dreifachlinie bedruckt.

Die leicht nach hinten gepfeilten Tragflächen sind vollständig chromfarben. Gelungen sind die genau dem grossen Vorbild nachempfundenen beiden Längsprofile auf den Oberseiten für die Strömungsführung. Deutlich sichtbar sind auch die feinen Gravuren der hinteren Steuer- und Landeklappen. An den Aussenkanten sind Warnmarkierungen in Form von roten Streifen angebracht, davor liegen beiden Positionsleuchten in Form von einem roten und einem grünen Farbpunkt. Diese Positionsleuchten erkennt man allerdings nur bei genauem Hinsehen.

An der Rumpfunterseite sitzt vorne in Höhe der Einstiegstüre das kleine Bugrad, das von zwei grauen Klapen eingerahmt wird. In den beiden Tragflächen das Hauptfahrwerk links und rechts vom Rumpf eingesteckt. Hier hat man sogar die Fahrwerksklappen nachgebildet. Die Bereifung ist nicht aus Kunststoff, sondern aus Gummi. Aufgrund der Filigranität ist das Modell als Standmodell ausgeführt und nicht rollfähig.

Mein Gesamtfazit: Auch die mittlerweile fünfte Caravelle ist ein schönes Modell geworden. Lackierung und Beschriftung sind einwandfrei. Besonders gelungen sind die mehrfarbigen Seitenstreifen und die fein aufgedruckten Fenster und Einstiegstüren. Für Liebhaber klassicher Modelle ist die kleine Caravelle, die mit einer Länge von knapp 64 mm und einem Gewicht von 13 Gramm zu den ganz kleinen Fliegern zählt, ein Muß und sollte in keiner Sammlung fehlen.

Vorbild

Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle 210 der Aero Lloyd.
Sud Aviation Caravelle

Die Caravelle der französischen Sud Aviation war eines der ersten strahlgetriebenen Kurz- und Mittelstrecken-Verkehrsflugzeuge der Welt. Die Erstflüge der Prototypen fanden am 25. Mai 1955 und am 6. Mai 1956 statt. Während diese Maschinen von Triebwerken des Typs Avon RA.26 angetrieben wurden, erhielten die Serienflugzeuge die RA.29 Mk.522-Aggregate. Der erste Verkaufserfolg stellte sich am 16. November 1955 ein, als die staatliche Air France einen Auftrag über 12 Maschinen erteilte. Bald schon folgten andere europäische Fluggesellschaften, darunter auch SAS, die zu einem der größten Betreiber der Caravelle werden sollte.

Am 2. April 1958 erfolgte die Musterzulassung durch die französischen und sechs Tage später durch die amerikanischen Behörden. Am 18. Mai desselben Jahres startete bereits die erste Serienmaschine, die Caravelle I, zu ihrem ersten Flug. Die Lieferungen an Air France begannen am 19. März 1959, und am 6. Mai 1959 erfolgte die offizielle Einführung in den Liniendienst. Als erste ausländische Gesellschaft erhielt SAS am 15. Mai 1959 die Caravelle. Gegenüber dem Prototyp hatte die Caravelle I jetzt Avon RA.29 Mk.522 Triebwerke, einen um 1,5 m gestreckten Rumpf und eine länger auslaufende Seitenflosse, in der die HF-Antenne untergebracht war.

Aus dieser Grundversion heraus wurden anschließend verschiedene Varianten mit bis zu 99 Sitzen entwickelt. Den 20 Caravelle I folgten zwölf Caravelle IA (Erstflug 11. Februar 1960) mit Mk.526-Triebwerken, die dann später zu Caravelle III mit RA.29/3 Mk.527 umgerüstet wurden. Gegenüber den Vorgängern hatte diese Version ein größeres Startgewicht und erreichte eine höhere Reisegeschwindigkeit. Die Caravelle III, die am 30. Dezember 1960 erstmals flog, wurde zum Standardmodell, von dem 78 Exemplare gebaut wurden. Im Laufe des Jahres 1961 wurden die 23 bereits fertiggestellten Caravelle I/IA auf den Standard der Caravelle III gebracht. Die Bezeichnungen der nachfolgenden Varianten waren abhängig von den eingebauten Triebwerken, wobei die Abmessungen aber gleich blieben. Die mit Avon RA.29/6 Mk.531 ausgerüstete Caravelle VI hatte gegenüber der Caravelle III ein höheres Startgewicht und bessere Leistungen. Hierzu wurde der Mk.III-Prototyp zur Mk.VI modifiziert und flog als solcher erstmals am 10. September 1960. Als erste Fluggesellschaft stellte die SABENA diese Variante am 18. Februar 1961 in Dienst. Im Februar 1960 erteilte United Airlines als einzige US-Fluggesellschaft einen Auftrag über 20 Caravelle. Dies führte zur Entwicklung der Caravelle VI-R mit Avon 532R oder 533R mit Schubumkehr und weiteren Änderungen zur Erfüllung der US-Lufttüchtigkeitsanforderungen. Hierbei bezogen sich die größeren Modifikationen auf Störklappen und Bremssystem. Die erste VI-R flog am 6. Februar 1961, und die Lieferungen an United begannen im Juni, die das Muster im darauffolgenden Monat in den Liniendienst stellte. Die Bezeichnung VI-N wurde kurz darauf eingeführt, um die früheren Flugzeuge von denen, die mit einer Schubumkehr ausgerüstet waren, zu unterscheiden. Insgesamt wurden von der VI-N 53 und von der VI-R 56 Exemplare hergestellt. Mit diesen Varianten wurde die von Avon-Triebwerken angetriebene Caravelle-Baureihe beendet.

Längere Zeit untersuchte Sud Aviation die Verwendbarkeit anderer Triebwerke. Anfang 1960 verkaufte die Firma eine Caravelle III an General Electric, die dort mit zwei Bläsertriebwerken vom Typ CJ805-23C ausgerüstet wurde. Der Erstflug der als Caravelle VII bezeichneten Maschine fand am 29. Dezember 1960 statt. Dieselben Triebwerke waren für das Projekt Caravelle 10 mit einem um einen Meter verlängerten Rumpf vorgesehen, ebenso für die Caravelle 10A mit den wechselnden Bezeichnungen Caravelle Horizon und Caravelle Super A. Die Super A sollte entsprechend einer Forderung der TWA einen breiteren Innenflügel, eine erhöhte Fensterreihe, Doppelspaltklappen und einen Leitwerksübergangstropfen haben. TWA bestellte 1961 zuerst 20 solcher Maschinen, doch die Order wurde im darauffolgenden Jahr annulliert. Inzwischen stand aber bereits ein entsprechender Prototyp in Produktion, welcher am 31. August 1962 seinen Erstflug absolvierte.

Zeitgleich entwickelte Sud Aviation die Caravelle 10B, die von Pratt & Whitney JT8D-1-Bläsertriebwerken von je 6.300 KP (62,2 kN) Standschub angetrieben wurde und ein Startgewicht von 52.000 kg aufwies. Der Prototyp dieses Loses von 22 Flugzeugen startete erstmals am 3. März 1964 und am 16. August desselben Jahres konnte das erste Exemplar an die Finnair übergeben werden. Am 23. Februar 1968 erhielt die dänische Charterfluggesellschaft Sterling Airways ihre erste Super B, auch Super Caravelle genannt. Diese auf der 10B basierende Version hatte ein Startgewicht von 54.000 kg. Bei den letzten an Sterling abgelieferten Maschinen wurde das Abfluggewicht nochmals um weitere 2.000 kg angehoben. Die wesentlichsten Änderungen gegenüber der Standardversion waren der um einen Meter verlängerte Rumpf, der maximal 105 Passagieren Platz bot, sowie das Höhenleitwerk, dessen Spannweite um 1,40 m vergrößert wurde. Die Tiefe des Flügels erfuhr an der Wurzel eine bedeutende Vergrößerung. Optional konnte zudem das Fassungsvermögen der Flügeltanks vergrößert werden, wodurch sich die maximale Reichweite auf 3.640 km erhöhte. Die Caravelle 10R, die am 18. Januar 1965 erstmals flog, war im Grunde eine Caravelle VI mit JT8D-7-Triebwerken und einer Kaskaden-Schubumkehrvorrichtung. Während die Passagierkapazität gegenüber der Version VI unverändert blieb, konnte das Nutzlast/Reichweite-Verhältnis deutlich verbessert werden. Die maximale Reisegeschwindigkeit stieg dank der neuen Triebwerke auf 820 km/h. Von der Caravelle 10R wurden 20 Exemplare gebaut, und als Erstkunde erhielt die Royal Jordanian Airlines am 31. Juli 1965 ihr erstes Flugzeug. Eng verwandt mit der 10R war die Caravelle 11R für den gemischten Passagier- und Frachtbetrieb, die hierfür ein großes Frachttor in der linken vorderen Rumpfhälfte hatte. Im Vergleich zur 10R erfuhr der Rumpf eine Streckung um 0,93 m. Der Prototyp der 11R absolvierte seinen Erstflug am 22. September 1967, und die ersten sechs Maschinen wurden ab dem 22. September 1967 an Air Afrique, Air Congo und Transeuropa ausgeliefert.

Als größte und leistungsstärkste Variante baute Sud Aviation die Caravelle 12, eine aus der Super B abgeleitete Version mit einem um 2,31 m verlängerten Rumpf und strukturellen Verstärkungen am Tragwerk. Das maximale Startgewicht wurde auf 58.000 kg gesteigert und in enger Bestuhlung konnten bis zu 140 Passagiere transportiert werden. Als Antrieb kamen verbesserte Triebwerke vom Typ JT8D-9 mit 6.533 KP (64,5 kN) Standschub zum Einbau. Die Caravelle 12 entstand auf Anregung der Sterling Airways, die sieben Exemplare bestellte und deren erstes Flugzeug am 29. Oktober 1970 erstmals flog. Als einziger weiterer Kunde kaufte die französische Inland-Fluglinie Air Inter fünf dieser Maschinen, die ihr letztes Exemplar 1972 erhielt. Danach wurde die Produktion nach dem Bau von insgesamt 282 Flugzeugen aller Versionen eingestellt. Quelle: Wikipedia

Aero Lloyd

Aero Lloyd war eine deutsche Fluggesellschaft aus Oberursel (Taunus). Bereits im Jahr 1923 existierte eine Fluggesellschaft Deutsche Aero-Lloyd, die jedoch 1926 zur Deutschen Lufthansa fusionierte.

1979 wurde Aero Lloyd durch drei Investoren, darunter Christian Baron von Kaltenborn-Stachau als Charterfluggesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet. Im Juni 1980 bekam Aero Lloyd die Genehmigung, auch Linienflüge durchführen zu dürfen. Im November desselben Jahres war die Gesellschaft fast zahlungsunfähig, nachdem am 15. November der Hauptgesellschafter bei Weyern ermordet aufgefunden worden war, stellte die Fluggesellschaft ihren Flugbetrieb am 2. Dezember 1980 ein. Bereits am 20. Dezember trat die Gesellschaft, jetzt und bis 1982 unter der Führung von Christian Baron von Kaltenborn-Stachau, unter der neuen Firma "Aero Lloyd Flugreisen GmbH & Co. Luftverkehrs KG", wieder in den Markt ein. Im Sommer 1990 wurde der Sitz von Frankfurt nach Oberursel im Taunus verlegt.

Teil der Flotte waren anfangs drei Sud Aviation Caravelle 10R für je 99 Passagiere, im ersten Quartal 1982 erweiterte man die Flotte um drei geringfügig größere Douglas DC-9-32 mit 119 Sitzen. Ab April 1986 kamen McDonnell Douglas MD-83 mit 167 Sitzen und ab März 1988 insgesamt vier MD-87 mit 137 Sitzen zum Einsatz. Aus diesem Typ bestand in den in den nächsten Jahren der Großteil der Aero-Lloyd-Flotte.

Am 25. Juli 1988 teilte Aero Lloyd mit, dass man "die Genehmigung für innerdeutsche Linienflüge erhalten" hatte, die zum 31. Oktober desselben Jahres aufgenommen wurden. Aufgrund der schlechten Auslastung bezeichnete die Zeit die Maschinen als "Geisterflugzeuge", als Grund für den Misserfolg wurde das Verhalten der Lufthansa, die geringen Frequenzen sowie "dilettantische Werbepolitik" genannt. 1991 stieg Aero Lloyd ins Langstreckengeschäft ein. Aero Lloyd bestellte zwei McDonnell Douglas MD-11 und zeichnete Optionen für zwei weitere Exemplare. Die Flugzeuge wurden jedoch nie übernommen, da Aero Lloyd sich 1996 zu einem radikalen Flottenwechsel entschied. Man wurde mit einer Bestellung von 16 Flugzeugen der A320-Familie Kunde von Airbus, nachdem der US-amerikanische Flugzeughersteller McDonnell Douglas, aus dessen Flugzeugen die Flotte bisher bestand, durch den Konkurrenten Boeing übernommen worden war.

1998 übernahm die Bayerische Landesbank mit 66 Prozent die Mehrheit am Unternehmen mit der Absicht, es an einen strategischen Käufer weiterzuveräußern. Die Bayerische Landesbank war gleichzeitig auch der größte Kreditgeber. Am 16. Oktober 2003 meldete Aero Lloyd beim zuständigen Amtsgericht Bad Homburg v. d. Höhe Insolvenz an und stellte den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung ein. Die Einleitung des Insolvenzverfahrens war nötig geworden, nachdem die Bayerische Landesbank das vorgelegte Sanierungskonzept abgelehnt hatte. Etwa 300 der 1.400 Mitarbeiter wurden in die neugegründete Nachfolgegesellschaft Aero Flight übernommen. Quelle: Wikipedia

Modelldaten

Modelldaten

- Länge x Spannweite x Höhe: 63,7 x 68,3 x 17,8 mm
- Gewicht: 13 Gramm
- Standmodell: ja
- Registration: D-ABAK
- Neuauflage: nein
- Artikelnummer: 515474
- Ankündigung: Herpa Wings 11/12 2009
- Epochenzuordnung: Epoche 3 bis 4
 
Modellbau